1953 – 1987

gestern Nacht gab es im WDR eine köstlich als Satire zurechtgeschnittene Sendung über den internationalen Frühschoppen. Sechs Journalisten aus fünf Ländern diskutierten über die Weltpolitik. Viele werden ihn gar nicht kennen. Ich erinnere mich noch sehr gut daran: meine Mutter war in der Küche, mein Vater saß mit seinem Amselfelder vor dem Fernseher. Wir Kinder haben von dem politischen Geschehen , das dort besprochen wurde, nicht viel verstanden, aber es war ein sonntägliches Ritual, für uns stinkelangweilig. ‘Was bin ich’ – das heitere Beruferaten mit Robert Lemke war für uns doch unterhaltsamer *g*
Werner Höfer saß mit den Kollegen an einem Nierentisch, soffen rheinischen Wein und räucherten sich gegenseitig mit Tabakqualm zu. Heute unvorstellbar 😉

    1987 berichtete der Der Spiegel über Höfers Artikel zu Kreitens Hinrichtung und löste damit eine heftige öffentliche Debatte aus. Infolge dessen stellte der WDR den Internationalen Frühschoppen ein…Nach dem unrühmlichen Ende seiner Karriere lebte Höfer zurückgezogen und verbittert in seinem Haus in Köln, wo er 1997 verstarb. In seiner aktiven Zeit erhielt er für sein Wirken zahlreiche Preise und Auszeichnungen. .

Wikipedia

4 thoughts on “der internationale Frühschoppen”

  1. mir war früher nicht bewusst, das es überhaupt etwas anderes als Spießbürgertum gab und es hat lange gedauert, bis ich überhaupt irgendeine Richtung für mich gefunden habe. Eigentlich hab ich alles versucht: etwas Hippie, etwas Marxismus, körnerfressend, lila Phase, Häkeldeckchen-Phase, scheißegal-Phase, antiautoritäre Erziehung bei Jule (der größte Mist) usw.

  2. oh an die intl frühschoppenzeit kann ich mich auch erinnern …. stinklangweilig und wir mussten ruhig sein. aber nach dem essen kam dann ich glaub gegen drei im radio “hei was sind wir alle froh, wir und unsre tante jo” kinderprogramm. und was bin ich? durften wir auch gucken.

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