was für vergeudete Energien, wenn man sich über jeden Pups ärgert. Anstatt daran zu denken, wie kurz unser Leben ist, wird sich über jeden Mist aufgeregt, nachgedacht und das eigentliche Leben blockiert. Das Lachen verschwindet, man nimmt diesen Pups mit in die Nacht und morgens geht der Kreislauf von vorne los.

Hört man von Krankheiten, werden die Symptome gleich im Netz recherchiert, es wird sich an die Brust gefaßt, vielleicht ist es die fiese Krankheit, ist der Pagerank auf 3 gesunken wird überlegt, warum und wieso, regnet es schon drei Tage hintereinander oder stürmt es sieben Tage, geht ja schon fast die Welt unter und es naht eine Depression. Was für ein blöder Shayz und ich will mir auch nicht mehr die Probleme von anderen zu Eigen machen und auch noch darüber wild nachdenken.
update
(scheinbar war das jetzt mißverständlich. Wahrscheinlich muß ich mein Geschreibsel 10 mal vorher durchlesen;-) Natürlich höre ich mir Probleme von anderen an, ich habe dafür immer ein offenes Ohr, aber ich muß mich auch ein wenig davon abgrenzen, damit ich auch etwas zur Ruhe komme und nicht Nächte darüber grübel)

Ich will da nicht mehr mitmachen, denn dieses ‚man‘ bezieht sich ja auch auf mich. Ich mache mir gerade Mut 😉

Delijo hatte vor ein paar Tage geschrieben: ‚was bleibt‘ und das hat mich jetzt wirklich tagelang verfolgt.

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12 thoughts on “mal drüber nachdenken

  1. Tja, also ich hab eigentlich kein Problem damit mir die Sorgen anderer anzuhören, warum auch nicht…
    Ne, das geht so nicht! Ich muss noch einen Artikel schreiben dazu, ist zu komplex!

    Danke für den Link Liebelein!

    1. es geht nicht darum, mir Probleme anzuhören, sondern sie nicht zu Meinen zu machen. Also sich ein Stück weit abzugrenzen, damit man wieder in den Schlaf kommt.
      gern geschehen;-)

  2. über das thema was mal bleibt mach ich mir keine gedanken. is mir viel zu düster und gruselig…
    da ärgere ich mich lieber über die kleinen oberflächlichen dinge 😳

  3. @Barbara: ist ja eigentlich nicht schlimm. Nur macht mir das natürlich manchmal Schwierigkeiten zu verstehen, was genau du meinst 😉

  4. Ja, da hast du recht. Ich befinde mich derzeit in diesem Umlernprozess. Es ist schwer, diese Gewohnheit rauszubekommen. Manchmal ist das so stark, dass man regelrecht sagt „Nein, ich WILL mich jetzt aufregen, ich WILL ich WILL ich WILLL“ Was für ein Unsinn eigentlich.

  5. Sicher gibt es viele Dinge, über die es sich nicht lohnt, sich Gedanken zu machen. Aber gänzlich sorglos und gedankenfrei in den Tag hinein leben, sollte man nun auch nicht.

    […] und ich will mir auch nicht mehr die Probleme von anderen zu Eigen machen und auch noch darüber wild nachdenken.
    Was würdest du sagen, wenn du zu mir kommst, Probleme hast und ich dir dann sagen würde: „was geht’s mich an? Das sind deine Sorgen, damit belaste ich mich nicht. Dazu ist das Leben zu kurz“?

    1. es geht um ein gesundes Maß und nicht darum, gänzlich ohne Herz durchs Leben zu laufen, als ob mich alles andere nichts angehen würde. Ich schrieb auch ‚über jeden Pups‘ und nicht um grundsätzlich für mich selbstverständliche Dinge.

      1. Sorry, aber dann ist der Satz von dir, den ich zitiert habe, etwas sehr unglücklich formuliert. Über Pupse von anderen habe ich mir noch nie großartig Gedanken gemacht.

        Ich nehme alles zurück, was ich geschrieben habe.

      2. manchmal sind meine Formulierungen wirklich etwas ’schräg‘ 😉 und ich merke das erst hinterher

  6. Da hast du aber wirklich , wirklich und komplett recht.

    Was fehlt – wo immer ich hinschaue, inklusive bei mir, ist die Dankbarkeit am Leben teilnehmen zu können und für alles was man hat, was zu viel ist, ist immer das hinschauen zu dem, was man nicht hat, gerne hätte und vor allem viel zu viel Erwartungen und Vorstellungen, die die Sicht auf die Schönheit des Lebens versperren.

    Also willkommen im Club der Menschen, die sich gerne dem hier und jetzt hingeben, ohne dabei blind zu sein. Nur ich finde den Weg dahin ziemlich schwierig, wir sind ja so konditioniert.

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