bei Nila gefunden
An den Redseligen habe ich auch noch gute Erinnerungen und habe mit dem Schippen erst gewartet, wenn er fertig war 😉

Der Rücksichtslose:

Total vermummt und eingepackt schlurft er griesgrämig aus dem Haus, schnappt sich die Schneeschaufel und los gehts. Wie von der Tarantel gestochen mit gesenkten Blick schippt er seine Einfahrt frei. Wichtig ist ihm, dass jedes Körnchen Schnee sein Hab und Gut verlässt. Darum sieht auch seine Einfahrt wie aus einem „Schöner Wohnen“- Katalog fotografiert aus. Hingegen türmt sich der Schnee des Mister R. links und rechts vorm Zaun der jeweiligen Nachbarn. Und natürlich hat auch der Straßengraben an Schneehöhe gewonnen. Mümmelnd schimpft er über den „depperten“ Schneepflug, der ihm die ganze Einfahrt zuschüttet und wählt schon im Geiste die Nummer des Bürgermeisters um ihn zum 100sten Male in kürzester Zeit zu quälen bzw. nerven. Immer wieder kann man auch das Wort „Polüzeu“ hören. Hat er sein Werk beendet, schaut er noch mal finster in die (Nachbars)runde und stapft dann wieder in sein „heiliges“Haus.


Der Angeber

Zuerst öffnet sich eine moderne große Doppelgarage. Dann fällt mit einem lauten Knall die Haustüre des 400 m2 Anwesen ins Schloss. So, jetzt hat auch der letzte Nachbar mitbekommen, dass Herr A. seine sauteuren 4 Luxuswände verlassen hat. Danach wird aus der Jackentasche ein silberner Flachmann hervorgezaubert und ein doppelter Schluck daraus genommen. Noch mal in alle Richtungen geblinzelt bevor er mit seinen weißen

Fell-(Hansi Hinterseer) Stiefeln in der Garage verschwindet. Nur um dort nicht 1 Mal, nein gleich 2,3 und 4 Mal sein privates Spielzeug mit Höllenlärm zu starten. Nämlich, Tim Taylor würde sagen die Schneefräse Luxor 580.

Und danach fräst er hocherhobenen Hauptes mit einer Leidenschaft seine Einfahrt frei. Bewundernd schauen immer wieder Frau und Kinder aus dem Fenster und himmeln den Herrn des Hauses an.


Der Faule

Eilig und missmutig verlässt er sein Haus. Wäre es doch drinnen beim warmen Kachelofen so gemütlich. Aber nein, es muss ja schneien. Also wird er wohl oder übel zumindest die Garage ausschaufeln. Lustlos winkt er dem Nachbarn zu und fängt mit dem ungeliebten Werk an. Da ihm das Schnee schaufeln ein Dorn im Auge ist, besitzt er eine 3-Fach große Schaufel. Damit geht alles ein bisschen schneller. 4-5 Mal schiebt er den Schnee aus der Einfahrt weg, bis zumindest die halbe Garage so halbwegs frei von dem weißen Zeug ist. Die andere Hälfte der Doppelgarage kann ja Frau F. wegschippen, wenn sie mit ihrem Auto das Haus verlassen muss. Er kommt zumindest in die Arbeit- das ist das Wichtigste. Nach nicht mal

15 Minuten ist Herr F. auch schon wieder in seinem Heim verschwunden.


Der Eifrige/Hilfsbereite

Bestens bekleidet mit Schianzug, Goretex-Handschuhe, Wollhaube und Schneestiefel schickt er gleich einmal einen fröhlichen Gruß an die Nachbarschaft. Mit feurigem Elan, dass einem nur beim bloßen Zusehen schon schwindelig und schlecht wird fängt er zum schippen an. Auf den Lippen immer ein Liedchen pfeifend. Man sieht ihm die Freude an der Arbeit an. Die ganze Einfahrt wird „pipifein“ geräumt. Die großen Flächen mit der 2-Fach Schaufel, die Ecken, Kanten und Gehwege mit der kleinen Kompakten.

Zwischendurch marschiert er noch zu der Nachbarin und hilft der armen Frau beim Schaufeln. Im Endeffekt schippt er ihr dann noch die ganze Garage aus. Und verborgt in seinem Eifer seine Schneeschaufelsammlung an die ganze Nachbarschaft.

Da Herr XY von Gegenüber schon über 80 Jahre ist, wird dem netten Rentner auch noch der Gehweg schneefrei gemacht. Schippexzesse von 2 Stunden und mehr sind bei dem Prototyp keine Seltenheit. Bis er dann zufrieden und glücklich wieder in seinem Heim verschwindet.


Der Lustlose

Mit Mp3-auf den Ohren steuert er im „Schlurfgang“ seine Schneeschaufel an. Die Kopfhörer sind schön unter der Mütze verstaut, die Musik auf Lautstärke 30 gedreht und die Nachbarn mit einem kurzen Händeheben begrüßt.

Schnell, im Takte der Musik wird die Einfahrt leergeschippt. Naja, leer ist etwas anderes. Soviel, dass zumindest die Autos aus der Garage fahren können und der Gehweg zur Haustüre nicht zur gefährlichen Knochenbrecher-Rutschbahn wird.

Ist er fertig, verschwindet er genauso schnell wieder, wie er aufgetaucht ist.


Der Redselige

Gefürchtet wie die Pest in der ganzen Nachbarschaft. Taucht dieser Typ zum Schaufeln auf, haben fast alle Nachbarn wie auf einem Schlag den Kopf gesenkt und sind mit einem Feuereifer in ihre Schipparbeit vertieft.

Herr R benötigt Stunden um seine Einfahrt freizuschaufeln. Darum schickt ihn Frau R schon Stunden vor dem Mittagessen zum Schippen. Fröhlich und mit einem lauten „Hallooooo“ begrüßt er alle Nachbarn und fängt zum Arbeiten an. Komischerweise an den Grundstückseiten, an denen auch die Nachbarschaft ihre Arbeit verrichtet. Sollte sich einer davon mal eine kleine Verschnaufpause gönnen, so sieht Herr R. seine Chance und schlägt rücksichtslos zu. Fazit. Er bequasselt den armen Nachbarn bis zum „Nimmerleinstag“. Ist er mit dem armen Tropf fertig, hat er schon sein nächstes Opfer im Visier. Zwischendurch zischt er gerne mal ein Bierchen, dass ihm seine Stimmbänder wieder richtig schön einölt. Danach bequasselt der „anstrengende Herr R. gleich den nächsten Nachbarn seiner Wahl. Und so weiter, und so fort…..

3 thoughts on “Schneeschippen – 6 mal Abwechslung”

  1. Der Angeber ist definitiv am nervigsten.
    Ich selber gehöre eher zu den Faulen. Aber bei dem bißchen Schnee bei uns fällt das gar nciht ins Gewicht *g*

    schocans letzter Blog-Beitrag..Weiter gehts

  2. Jepp, das passt – wobei mir am Besten der Tim-Taylor-Typ gefällt. (Mal abegesehen von den unsagbaren Klamotten, welcher richtige MAnn hätte nicht gerne eine Schnefräse vom Typ Luxor 580??

    🙂 Ich geb zu, da würde auch bei mir das (Spiel)kind im Mann erwachen 🙂

    Herr Momos letzter Blog-Beitrag..mal wieder…

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