manchmal ist das der blanke Hohn. Meine Mutter (84) ist zur Zeit im Krankenhaus und wird morgen in eine stationäre Pflege für ‘probeweise’ 14 Tage in ihr Seniorenheim entlassen. Ihre Rente von 1.750 € wird nicht ausreichen, um danach angemessen gepflegt zu werden. Eine wie ich finde hohe Rente. Sie kann kaum noch sehen, sitzt zeitweise im Rollstuhl und ist inkontinent. Die DAK hat es im September abgelehnt, sie in eine Pflegestufe zu nehmen und nun muß erneut darüber entschieden werden. Wenn ich an meine spätere Rente denke, wird mir richtig schlecht!!!

Jetzt wird erstmal weiter gepackt und dann sehen wir weiter…

9 thoughts on “würdevoll altern”

  1. das war auch so ein problem.
    meine oma hatte in den letzten wochen, in denen sie noch zuhause lebte, den pflegedienst rausgeschmissen mit der begründung, sie käme ja auch alleine gut zurecht und wenn mal was ist, dann helfen ihr schon ihre kinder.
    die aber sind allesamt zwischen 73 und 78, teilweise selbst schwerkrank und wohnten nun mal alle ein mindestens einen kilometer entfernt – zu viel für notfälle.

    sues letzter Blog-Beitrag..Ein Jahr mehr auf dem Zähler…

  2. @all

    ich werde heute Abend mit meiner Mutter sprechen und hoffe, sie sagt dem MDK, wie es ihr wirklich geht. Da muss der Stolz etwas beiseite geschoben werden.

  3. warum wird dir schlecht beim gedanken an deine rente? gehe einfach mal davon aus, du bekommst gar keine mehr. in 25 jahren dürfte das ungefähr so sein.
    bei der gelegenheit fällt mir eine unterhaltung bei der BfA ein, die es irgendwann 1998/99 gegeben haben muss. scheidungsbedingt wurden die rentenansprüche ausgerechnet und irgendwie scheiterte das ewig an 4 wochen in 1990 (wende 89 – kind geboren – babyjahr – kündigung – rücknahme der kündigung wg. urlaubsansprüchen – nach 4 wochen wieder kündigung… und genau über diese 4 wochen gibt es keine unterlagen oder nachweise des damaligen betriebes). nach ewigen hin und her mit der nicht emhr auffindbaren firma wurde das eben ausgeklammert und die 4 wochen fallen unter den tisch. mit eine schiefen blick über ihre brille meinte die frau BfA damals zu mir: diese 4 wochen fallen doch sowieso nicht auf, wenn sie mal rente kriegen würden, gibts doch eh sicher keine mehr.
    irgendwie hörte sich nobbi blühms die renten sind sicher besser an. und für die alten leute stimmt das auch… deine mutter ist wohl noch in einer glücklicheren lage als du es im zweifel mal sein wirst.

    mit diesen aussichten sollte ich mir doch überlegen, das irgendwie abzusichern.
    phase 1 – ich suche mir einen alleinstehenden vermögenden alten knacker zum heiraten und warte die zeit ab – wird schon laufen.
    pahse 2 – ich suche mir einen jugendlichen liebhaber mit sozialer ader und pflegeberuf… und heirate noch mal 🙂

    das heim meiner oma schien übrigens ok… aber die war ja noch bis mitte 98 alleine zuhause in ihrer wohnung – ohne rollstuhl. erst als es niemand mehr verantworten wollte, ist sie ins heim umgezogen. erst freiwillig, dann meckernd (da gab es regeln, aber ohne geht es ja nicht). letztlich hat sie da aber auch nur noch 4 monate gelebt – und das lag denn eher an den tumoren und nicht am heim.

  4. Unglaublich.
    Meine Oma in Schottland hat die letzten Monate vor ihrem Tod im Krankenhaus verbracht. Voller Krebstumoren und Metastasen. In ein Heim musste man sie nicht bringen, auch in kein Hospiz. Sie hatte rund um die Ihr eine wundervolle Betreuung im Krankenhaus. 8 Schwestern auf einer Station für ca. 20 Patienten. Alle 2 Stunden wurde sie bspw. aus dem Wasserbett auf einen Sessel umgebettet und wieder zurück. Für den Kreislauf und gegen Dekubitus. Der liebevolle Umgang mit den Patienten war unglaublich. Aber hier zerreisst man sich die Mäuler über den NHS, das staatliche britische Gesundheitssystem. Alles was ich gesehen und gehört habe und immernoch bei den anderen Verwandten sehe, sagt mir Gegenteiliges. Und dass, wo GB sich früher Deutschland als Vorbild genommen hat. Aber wir wissen ja, liebe Barbara, wo das Geld hin fließt…

  5. nicht nur das fehlende geld spielt eine rolle sondern auch die zustände in den pflegeheimen.
    meine liebe arme omi wurde morgens schnell gewaschen und dann in einen stuhl gehockt und blieb dort einsam sitzen – nur unterbrochen von den mahlzeiten und ins bett gehn…
    mir kommen heut noch die tränen, wenn ich dran denke und sie in gedanken dort klein und hilflos sitzen seh 🙁

  6. an meine Rente denke ich lieber gar nicht… die reicht vermutlich nichtmal für ein schlechtes Heim….
    Aber vielleicht bleibt mein Angetrauter ja fit…. der ist ja nun Fachmann in Kranken-und Altenpflege.
    Ne, mal im Ernst… ich hatte viel mit alten Menschen zu tun, als ich Berufsbetreuerin war und habe da auch die haarsträubstens Zustände erlebt.
    Traurig, wie wir mit unseren alten Menschen umgehen.

    Frau Momos letzter Blog-Beitrag..Der Montagssatz

  7. schrecklich, auf diese Weise das Alter erleben zu müssen. Was Kvelli sagt habe ich auch schon gehört, vielleicht kann man ja doch noch was machen.

    schocans letzter Blog-Beitrag..Da war er!

  8. Ich weiß ja nicht, wer dabei war, als Deine Mutter vom MDK begutachtet wurde, denn den Anzeichen nach gehört sie mindestens in Pflegestufe II.
    Ich würde mich da auf nichts einlassen und wenn die nächste Begutachtung auch wieder auf Null herausläuft, dann gehe dagegen an. Leider versuchen die Mitarbeiter vom MDK immer häufiger mit dem betreffenden alleine zu sprechen und zu beurteilen, denn meistens geben die Senioren ungern zu, dass sie nicht mehr dies und das können, von Inkontinent ganz zu schweigen. Aber allein dafür reicht schon ein Rezept vom Hausarzt…
    Die Hürden um in eine adäquate Pflegestufe zu kommen werden leider immer höher und undurchschaubarer. Darum, bloß nicht wieder mit der Einstufung, wenn sie nicht erfolgt, abfinden!
    Sei lieb gegrüßt
    Kvelli

    Kvellis letzter Blog-Beitrag..Österreichs Antwort auf den ICE

  9. Ja, die heutige Rentnergeneration hat es nicht so ganz leicht. Selbst wenn sie eigentlich genug Geld bekommen, für die Gesundheit reicht es nicht aus.

    Und was Tatsache ist: Die Rentnergenerationen von morgen und übermorgen werden es noch schwerer haben. Das Geld wird weiniger, die Kosten für Ärzte etc. werden aber steigen.

    Ich hab ja schon immer gesagt: Ich will nicht alt werden. Und das habe ich auch immer so gemeint.

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